Свободный язык – свободное слово!

В словаре Гете – 600 тысяч слов.
Ты не Гете – запомни тысячу!
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Свободно говорить – в свободной стране.
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Слово - не воробей, схватывай налету!
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Владеешь языком – владеешь собой.
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Язык без срока годности.
Запасайся словами.
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Язык твой - друг твой.
Имей сто друзей!
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Язык - душа страны.
Загляни в нее.
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Читай Шиллера, как Пушкина.
В подлиннике.
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Хочешь жить в Германии, старайся знать язык!
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Живешь в стране – говори на ее языке.

• 10 Jahre Präsident

Das Russische Haus in der Friedrichstraße war am gestrigen Donnerstag Treffpunkt für Mitglieder und Gäste des Schachklubs Präsident. Sie feierten das 10-jährige Bestehen des Vereins, der seit September 2003 in der Fachvereinigung Schach (Betriebsschach) am Punktspielbetrieb teilnimmt. Heute ist der Klub aus dem Schachleben der Hauptstadt nicht mehr wegzudenken.

Nach einer Begrüßung durch den Klub-Gründer Juri Zarubin erinnerte Professor Wilmar Lukas in einer launigen Rede an das vergangene Jahrzehnt, in dem der Verein auf beachtliche Erfolge zurückblicken kann. Im Sommer vor zehn Jahren hatten sich Schachenthusiasten um den Journalisten und Turnierorganisator Juri Zarubin sowie Professor Wilmar Lukas getroffen, um einen eigenen Klub für Russisch sprechende Mitbürger ins Leben zu rufen. In dem traditionsreichen Haus in der Friedrichstraße fanden sie ihr Domizil. Zur Feier kam am Donnerstag auch die Stellvertretende Direktorin des Russischen Hauses, Jewgenija Pimenowa, die für Wissenschaft und Bildung zuständig ist. Sie sicherte dem Klub weitere Unterstützung zu.

Kurze Rückblende: Auch wenn die meisten Mitglieder des Vereins über eine beachtliche Spielstärke verfügten, wurde Präsident zu Beginn in der C-Klasse der FV Schach eingestuft. Natürlich stieg die erste Mannschaft sofort auf und spielte in der Saison 2004/05 in der Klasse B. Ein Jahr später startete man schon in der A-Klasse und danach kam folgerichtig der Aufstieg in die Landesliga.

Seit der ersten Saison waren Spieler wie Boris Gruzman und Yosip Shapiro dabei, 2005 kam Jakob Meister als wichtige Verstärkung dazu. Er nahm mit Freude an der Jubiläums-Feier teil und brachte seine Frau Olga mit.

Auf Berliner Ebene holte die erste Mannschaft von Präsident einmal die Meisterschaft, und zweimal wurde der Pokal gewonnen. Größter Erfolg waren die beiden deutschen Meisterschaften 2006 und 2012. Im vergangenen Jahr schaffte der Verein mit der Berliner Meisterschaft und dem Pokalsieg in der Hauptstadt das Double. Rechnet man den deutschen Meistertitel 2012 noch dazu, wurde sogar das Triple erreicht. Ein Jahr eher, als es der FC Bayern im Fußball fertigbrachte!

Wenn die zentrale Meisterschaft in Berlin stattfindet, reden die Schachspieler von Präsident jedes Mal ein ernstes Wort mit. Für Starts bei den deutschen Meisterschaften in anderen Städten fehlen wegen der nicht geringen Reise- und Hotelkosten die finanziellen Mittel. So werden die russischen Schachfreunde dieses Jahr in Bremen schweren Herzens fehlen.

Seit langem pflegt der Verein freundschaftliche Kontakte zu Weltklasse-Großmeistern, die gern im Russischen Haus vorbeischauen, wenn sie in Berlin sind. Dazu gehörten Exweltmeister Anatoli Karpow, der Weltranglisten-Zweite Levon Aronjan, Oleg Romanischin und Jewgeni Wasjukow.

Karpow, Aronjan und Wasjukow konnten alle 2012 begrüßt werden (siehe Fotos). Sie erzählten von ihren Turnieren oder anderen Ereignissen und zeigten Partien am Demobrett. Anfang Oktober wird der Ukrainer Oleg Romanischin wieder zu Gast sein. Er spielt in Lichtenrade mit und tritt dann auch bei Präsident auf. In der nächsten Saison verstärkt sich die erste Mannschaft des Klubs weiter. Neben Oleg Romanischin, Robert Rabiega und Jakob Meister wird dann auch Georg Kachibadze in der Aufstellung des Teams zu finden sein.

Ohne die Hilfe engagierter Schachfreunde aus Berlin wäre dies nicht möglich. Hier sei vor allem an Reinhard Müller erinnert, der seit etlichen Jahren unermüdlicher Mannschaftsleiter der Ersten ist. Reinhard gewann auch das Blitzturnier, mit dem der stimmungsvolle Jubiläumsabend ausklang.

Wilmar Lukas regte am Ende seiner Rede noch an, dass man sich künftig vor allem um den Nachwuchs bemühen sollte. Auch wäre es wünschenswert, unter den jungen Spielern vielleicht jemanden zu gewinnen, der eine eigene Webseite für den Verein erstellt.

Als Chronist und Gastspieler wünsche ich dem Schachklub Präsident im Namen der Berliner Schachfreunde alles Gute und auch für die nächsten Jahre stolze Erfolge.

Dagobert Kohlmeyer,
http://www.berlinerschachverband.de/entry/1042

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